Information

Burghart-Klaussner

Burghart Klaußner

Entertainment

Das deutsche Kino und das deutsche Fernsehen beglückt er seit mehreren Jahrzehnten mit der überaus spannenden und tiefen Darstellung seiner Figuren. Für seine eindrucksvolle schauspielerische Leistung wurde Burghart Klaußner als bester deutscher Schauspieler des Jahres mit dem Filmpreis 2010 ausgezeichnet. Mittlerweile gehört er selbst zur Crème de la crème der deutschen Bühnen, der Leinwand und des Fernsehens. 

Burghart Klaußners künstlerische Vita ist lang, erfolgreichg und kündet von seiner großen Vielseitigkeit. Der gebürtige Berliner ist nicht nur éin hervorragender Theater- und Filmschauspieler, sondern seit 2006 auch regelmäßig als Theaterregisseur in Hamburg, Bochum und zuletzt in Dresden tätig. Mit enormem musikalischen Talent ausgestattet, entwickelte er Konzertprogramme, die nach wie vor in seinem Repertoire sind ("Je chante - Burghart Klaußner swingt Charles Trenet", "Zum Klaußner" - Die musikalische Reisegaststätte der bedenkenlosen Art").

Der Schauspieler Burghart Klaußner wurde (u.a. Preisen und Nominierungen) für Dito Tsintsadzes Film "Der Mann von der Botschaft" in Locarno mit dem Silbernen Leoparden als Bester Hauptdarteller (2006), mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller (2010) für Michael Hanekes Film "Das weiße Band" und 2012 für seine Darstellung des Willy Loman im "Tod eines Handlungsreisenden" am Hamburger St. Pauli Theater mit dem Deutschen Theaterpreis "Faust" als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. 2015 spielte er einducksvoll den widerständigen deutschen Nachkriegsanwalt Fritz Bauer in Lars Kraumes Kinofilm "Der Staat gegen Fritz Bauer", wofür er, ebenfalls als Bester Hauptdarsteller, 2016 den Bayerischen Filmpreis erhielt.  

Folgende Bühnenprogramme, von und mit Burghart Klaußner, können wir Ihnen für Ihre Bühne offerieren:

1.

Burghart Klaußner & Band:

"Je Chante" Burghart Klaußner swingt Charles Trenet – Musik für Frankreich

"La Mer", eines der schönsten Lieder der Welt, hat er bei einer Bahnfahrt, das Mittelmeer vor Augen, auf eine Butterbrottüte gekritzelt. Burghart Klaußner erzählt vom reichen Leben des Poeten Charles Trenet und er singt seine federleichten Chansons. Charles Trenet hat wunderbar schlichte Chansons geschrieben und sie mit dem Swing der Dreißiger Jahre populär gemacht. Er hat, ohne je kitschig zu werden, den einfachen, selbstverständlichen Dingen eine Melodie gegeben, dem Meer, dem Regen, der Liebe, dem "sanften Frankreich, dem Land meiner Kindheit". Die Menschen haben ihn dafür geliebt, auch nachdem ihn die Gestapo in die Klauen bekam und der eher ängstliche Charles Trenet in das Spiel der Macht und durch den Dreck gezogen wurde. Seine Homosexualität und das Gerücht, ein Jude zu sein, machten ihn erpressbar. Er hat auch vor den Besatzern gesungen, galt manchen als Kollaborateur.

Burghart Klaußner erzählt und singt eine Hommage an einen großen Künstler.

2.
Burghart Klaußner & Band

Zum Klaußner - die musikalische Reisegaststätte der besonderen Art

Seinen Beruf begreift Burghart Klaußner als wanderndes Geschäft mit einem großen Vorteil: "auf Reisen kommt man nicht dazu, über die Endlichkeit des Seins nachzudenken", stattdessen sammelt er sein musikalisches Gepäck, und hat nun ein Programm daraus geschmiedet, ein erstaunliches Sammelsurium von Sprachen, Stilen, Stimmen und Sehnsüchten.

Vom großen Entertainment zur kleinen Todesfuge - vom Smoking zur Narrenkappe. Und wenn am Ende Peter Igelhoff, Cole Porter und Tom Waits, wenn Karl Valentin, Johnny Cash und Charles Trenet zusammengehören, dann auch, weil es Klaußners Lebenspassepartout so nur einmal gibt. Passepartout nicht als Schlüssel zum Erfolg, sondern als Türöffner zu den Welten, in die wir schon immer gerne mal reinschauen wollten.

Seine musikalischen Bühnenprogramme fangen da an, wo das Fernsehen nicht mehr mitmacht. In der Stille hörbar machen, was die Musik zwischen den Tönen zu sagen hat. Seine Liedauswahl ist streng subjektiv, seine Musiker handverlesen, seine Arrangements neu und die Empfindung seiner Programme wohltuend tief und Horizonte streichelnd.

3.
Fragen Sie mehr ... - Hanns Eisler im Gespräch mit Hans Bunge
Szenische Lesung mit Burghart Klaußner und Tilo Werner

Bei einer seiner frühen Ostberlin-Exkursionen kaufte sich Klaußner für die umgetauschten Ostmark Bunges Gespräche mit Eisler über Bertolt Brecht auf Schallplatte. Burghart Klaußner hat die Gespräche für einen Theaterabend verwertbar bearbeitet. Burghart spielt Hanns Eisler; Tilo Werner (Thalia Theater / Hamburg) schlüpft in die Rolle von Hans Bunge. Das Gespräch wird ergänzt mit Eisler-Liedern, in Burghart Klaußners bewegenden Vortragsart. Ein Musterbeispiel intelligenter Unterhaltung.

Hanns Eisler hat in diesen Gesprächen eine der wohl intelligentesten und erfrischendsten Kunstbetrachtungen des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Wunderbar scharfzüngig holt der leidenschaftliche und enorm belesene Intellektuelle mit Charme, Witz und geradezu diabolischer Freude aus zu einem Rundumschlag gegen ideologische Scheuklappen und überkommenes Denken. Und macht dabei auch vor einigen seiner marxistischen Freunde nicht Halt. Seine lebenslange Künstlerfreundschaft mit Brecht ist dabei ebenso Thema wie ein zwischen Euphorie und Verzweiflung nie versiegender Aufbruchswillen.

Mit Burhart Klaußner und Tilo Werner. Am Flügel: Matthias Stötzel

Biografie


 
Biografie

                

In Berlin geboren, studierte Burghart Klaußner zuerst an der Freien Universität, bevor er 1969 eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhard-Schule Berlin begann. Seither war er an nahezu allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen engagiert.

Sein Leinwanddebüt gab Klaußner 1983 unter der Regie von Dietrich Schubert in dessen erstem Spielfilm ZIEMLICH WEIT WEG, zahlreiche ambitionierte Kinoproduktionen folgten. Einem breiten Publikum wurde er mit seinen Rollen in Kinofilmen wie DAS SUPERWEIB (1996, Regie: Sönke Wortmann), ROSSINI (1996, Regie: Helmut Dietl) und dem preisgekrönten Film GOOD BYE, LENIN! (2003, Regie: Wolfgang Becker) bekannt. Mit dem Regisseur Hans-Christian Schmid arbeitete er bereits bei 23, CRAZY und REQUIEM zusammen, für den er beim Deutschen Filmpreis 2006 als bester Männlicher Nebendarsteller nominiert wurde. Diesen renommierten Preis nahm Burghart Klaußner bereits ein Jahr zuvor für seine Darstellung des entführten Managers in Hans Weingartners umjubeltem Cannes-Beitrag DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI entgegen. Beim Internationalen Filmfestival Locarno 2006 wurde Klaußner für seine Hauptrolle in DER MANN VON DER BOTSCHAFT von Dito Tsintsadze mit dem Silbernen Leoparden als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. 2009 war Burghart Klaußner in Michael Kliers ALTER UND SCHÖNHEIT neben Henry Hübchen, Armin Rohde und Peter Lohmeyer im Kino zu sehen, sowie als Richter an der Seite von Kate Winslet in der Oscar-nominierten Verfilmung des gleichnamigen Romans THE READER (Regie: Stephen Daldry).

Im Fernsehen sah man Klaußner u.a. in Serien und Reihen wie "Tatort", "Faust", "Die Kommissarin", "Solo für Schwarz" und "Adelheid und ihre Mörder" oder auch als schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Björn Engholm im Politthriller "Engholms Fall" (1993). Für seine Rolle in Jobst Oetzmanns TV-Film "Der Novembermann" wurde er 2008 für die Goldene Kamera als bester Deutscher Schauspieler nominiert.

Anfang 2006 gab er sein Regiedebüt an den Hamburger Kammerspielen mit der Inszenierung von Edward Albees "Die Ziege oder Wer ist Sylvia?". Es folgten weitere Regie-Leistungen am Schauspielhaus in Bochum, unter anderem der Bühnenklassiker "Der Ignorant und der Wahnsinnige" von Autor Thomas Bernhard mit Otto Sander in der Hauptrolle oder Yasmina Rezas »Der Gott des Gemetzels" in deutscher Erstaufführung. Im Januar 2009 feierte eine weitere Inszenierung, die zudem aus seiner Feder stammt, Premiere: "Marigold". Ein Stück mit Songs der Beatles. Zuletzt war Burghart Klaußner in Arthur Schnitzlers berühmtem Drama "Das weite Land" in der Hauptrolle in Bochum, an der Berliner Schaubühne in "Iphigenie" sowie als König Philipp der II. am Dresdner Staatsschauspiel in Schillers "Don Carlos" zu sehen.

Im Herbst 2009 brillierte Burghart Klaußner als Pfarrer in Michael Hanekes Drama "Das weiße Band", welches bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die Goldenen Palme, anschließend die Golden Globes sowie den Europäischen Filmpreis gewann und eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film erhielt. 2015 spielte er eindrucksvoll den Widerständigen deutschen Nachkriegsanwalt Fritz Bauer in Lars Kraumes Kinofilm "Der Staat gegen Fritz Bauer", wofür er, ebenfalls als Bester Hauptdarsteller, 2016 den Bayerischen Filmpreis erhielt.  

Dass Burghart Klaußner auch Musik macht, wissen nur ganz wenige. Für ihn ist "Musik eigentlich die Hauptsache. Eigentlich möchte ich alles andere lassen und nur noch Musik machen".


 

Termine



Datum

Stadt

Theater 

2018    
11. November Berlin

Schlossparktheater

Progrramm: "Fragen Sie mehr..."

26. und 27. November Hamburg

Polittbüro 

Programm: Zum Klaußner

                   Klaußner & Band

 

Rezensionen

 

Waiblinger Kreiszeitung  - 2. Mai 2018

Klaußner nimmt sich Zeit für Leichtigkeit

Schauspieler betritt die musikalische Bühne

von Ursula Quast 

Meist bespielt er das ernste Fach. Zwischen Theaterarbeit und Leinwand aber findet der Schauspieler Burghart Klaußner immer wieder Zeit für Leichtigkeit. Dann, wenn er mit seinerBand die musikalische Bühne bespielt. Jetzt war er zu Gast im Waiblinger Bürgerzentrummit dem Programm „Zum Klaußner – die musikalische Reisegaststätte der besonderen Art".


Wenn Burghart Klaußner auf der Leinwand erscheint, verspricht das uneingeschränktschauspielerische Sternstunden. DieserMann schafft Dichte und Konzentration.Ob als Titelheld in „Der Staat gegen Fritz Bauer" oder – erst im jüngst angelaufenenFilm „Das schweigende Klassenzimmer" – als ideologischer Hardliner und  Volksbildungsminister mit Stasi-Schlagstockmethoden. Gleichgültig, ob als faszinierenderSympathieträger oder erschreckend überzeugender Widerling, dieser Mann ist brillantin seiner Charakterdarstellung.


Als Sänger widmet sich Burghart Klaußner der leichten Muse. Im Gepäck hatte erfür den Waiblinger Abend eine großartige Musikercrew, samt unterhaltsamer Gewürzmischung aus seinem stilistisch breit angelegten, musikalischen Schrebergarten.Den pflegt Klaußner seit seiner Kindheit. Er wuchs im Gasthof der Familie auf, derüber Generationen hinweg Besucher anzog, darunter auch so manche Filmgrößen (unteranderem Curd Jürgens). Und das Kind Klaußner hört und summt die Melodien, diesie mitbringen, die seine Großmutter singt und auflegt. Als Jugendlicher entdeckt erden Rock'n'Roll, die Beatles, die Stones und später Cole Porter, den er für den größtenKomponisten des 20. Jahrhunderts hält. So swingt Klaußner am Abend durch Kindheitserinnerungen und blättert in späteren musikalischen Reisesouvenirs.


Gezielt in ruhige Gewässer


Zu Beginn des Abends tröpfelte es gleich zauberhaft und charmant mit „Il pleut dansma chambre, il pleut dans mon coeur" von Charles Trenet. Klaußner moderierte gelockertund unterhaltsam und das Publikum schlenderte entspannt mit hinein in denmusikalischen Frühlingsgarten. Eine einzige Reise des Suchens und Findens sei er angetreten,meinte Klaußner, dem – trotz entspannter Ausrichtung – die Pferde manchmalRichtung Chaos durchgehen wollten. Er legte kilometerlange Laufstrecken rundum seine Musikercrew zurück, hüpfte und tanzte auf der Bühne und dem gefährlichrutschigen Parkett, griff dann atemlos zum Mikrofon oder begann einen Handlungskriegmit seinem Mikrofonständer. Nicht immer gewann er dabei, die Blockade deswichtigen Bühnenutensils konnte erst sein herbeigerufener Pianist in umsichtigerRuhe lösen. Doch Klaußner begab sich nach jeder Aufregung gezielt in ruhige Gewässer,und so tingelte er von „Eine kleine Reise" (ein bezauberndes Lied aus den 30ern) zuCole Porters „Heaven", das er charmant und sympathisch aufs Parkett schüttelte,souverän und vollendet stilsicher begleitet von seinen Musikern. Zwischen Peter Igelhoff („Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen") und bayrischem Couleur (das Lied vom Fensterputzer Karle), zwischen „Lulu ´s back in town" (1935 von Harry Warren) und Honey Pie, zwischen Dean Martin oder Tom Waits platzierte er freundliche Anekdoten und kabarettistische Einlagen. Der Abend hatte Zug und das Publikum legtesich entspannt und vertrauensvoll mit in jede aussichtsreiche Kurve.


Gänsehautmomente schaffen 


Gänsehautmomente schaffen Aber der große Klaußner wäre nicht er,wenn es ihn nicht doch mitunter zu den Gänsehautmomenten zöge, die er so bezeichnendschafft, ohne große Gestik, ohne dramatischen Aufwand. So warf er auchbeispielsweise ein Lied in den Ring, das ihm Udo Lindenberg überlassen hat, und sang„Wunderschön ist's in New York, wenn die Türme wieder stehn, kannste weit nachBagdad sehn ..." Und im Koffer, den er dann packte, („Ich hab noch einen Kofferfür Berlin") waren Träume, der Koran und die Bibel drin und eine Welt, die allen gehört.„An den kleinen Radioapparat" ist ein nahezu unbekanntes und dennoch ergreifendschönes Lied von Eisler/Brecht. Klaußner moderierte den Radioapparat kurz zum Handy um, ein „kleiner Kasten, den ich flüchtend trug", der von „ihren Siegen" und „meinen Mühn" berichtet, und flehte ihn an „Versprich mir, nicht auf einmal stumm zu sein".


Spürbar hielt das Publikum nach dem letzten Ton die Luft an. Doch Sekunden später hatte Klaußner die heitere Muse wieder an seine Seite verpflichtet und der Abend blieb seiner Ausrichtung treu: mit seinen handverlesenen Musikerfreunden Sven Arne Schönemann (Gitarre), Helge Zumdieck (Schlagzeug), Gerold Donker (Bass), Mathias Stötzel (Piano), Edgar Herzog (Saxofon), Jan-Peter Klöpfel (Trompete und Leitung) gestaltete Klaußner eine persönliche, musikalische und durchaus vergnügliche Reise.

 

Lübecker Nachrichten - 16. Februar 2016

Klaußner singt – über Liebe, Trauer, Treue

von Liliane Jolitz

Der Schauspieler gastierte am Theater Lübeck mit einem Programm über den Franzosen Charles Trenet

… Es ist ein Abend, der in einem Grenzgebiet zwischen Schmerz und Verzweiflung einerseits und Komik andererseits spielt, dargeboten von einem Burghart Klaußner, den zumindest im Publikum kaum jemand jemals so ausgelassen erlebt haben dürfte…. Mit seiner sechsköpfigen Band  brennt er ein Feuerwerk ab, das die Leute von den Stühlen reißt.

… Der Titel ist Programm, Klaußner auch als Sänger ein Erlebnis. Er singt über Liebe, Trauer, Treue – fast immer auch mit vollem Körpereinsatz.

…Nach knapp eineinhalb Stunden verläßt er die Bühne. Das beglückte Publikum aber will mehr – und bekommt noch ein Abschiedslied. 


 

PR-Material

Pressetexte für Programmankündigung

Ankündigung - "Je chante"

Ankündigung - "Zum Klaußner"

Ankündigung - Fragen Sie mehr

 

Pressefotos

Portrait

Fotonachweis: Martin Steffen

mit Mikro

Fotonachweis: Andreas Rentz

 

Plakatmotiv "Zum Klaußner"

Plakat "Zum Klaußner"