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Julia Hansen

Jazz

Julia Hansen ist Schauspielerin am Deutschen Theater in Göttingen. Aha, denken Sie jetzt, da gehört es doch mittlerweile fast zum guten Ton, auch in musikalischen Gefilden zu wildern, ob man kann oder nicht. Sie kann, wurde sie doch an der Folkwang-Hochschule in Essen nicht nur zur Schauspielerin und Tänzerin, sondern auch zur Sängerin ausgebildet.

Da bleibt es dann auch nicht aus, die drei Disziplinen zu verbinden: Die mit großem Erfolg präsentierten Hauptrollen als Eliza in “My fair Lady” und Rosalinde in der “Fledermaus” zählen ebenso dazu wie bewegende Chanson-Abende oder die “Jeanne d’Arc” in dem gleichnamigen Oratorium von Arthur Honegger mit dem Göttinger Symphonie Orchester. 1998 erhielt Julia Hansen übrigens den “Brecht-Nachwuchspreis”.

Doch jetzt geht sie musikalisch ihren eigenen Weg. Sie tat sich im Jahre 2000 mit dem aus Essener Studienzeiten befreundeten blinden Jörg Siebenhaar zusammen, einem Pianisten und Akkordeonspieler, begnadet nicht nur wegen seines wunderbaren Einfühlungsvermögens, sondern auch wegen seiner brillanten spielerischen Präzision. Das Göttinger Publikum hat bereits mehrere Duo-Abende mit Begeisterung erlebt.

Seit Anfang 2002 wird dieses symbiotische Duo durch die Musiker Konstantin Wienstroer / Baß und Christian Archontidis / Schlagzeug auf feinfühlige Weise bereichert und zur klassischen Jazztrio-Besetzung erweitert. Das daraus entstandene Programm mit der von Julia Hansen gegründeten Band Have You Met Miss Hansen kam bereits mehrere Male auf der Großen Bühne des Göttinger Hauses mit großem Erfolg zur Aufführung.

Der musikalische Vortrag von Julia Hansen mit ihrer Band verbiegt dabei keineswegs vermeintlich Vertrautes bis zur Unkenntlichkeit. Auch bezieht das breite Repertoire seine Legitimation nicht daraus, Bekanntes möglichst “originell” zu verpacken. Ihre Eigenständigkeit zeigt sich vielmehr in der inhaltlichen Auseinandersetzung und der damit einhergehenden Tiefe und emotionalen Anrührung, die über stimmliche Allgemeinplätze deutlich hinausgeht: Glaubhaft. Offen. Augenzwinkernd. Verletzlich. Die klangliche Umsetzung gelingt ihr geradezu spielerisch durch eine unglaublich ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme, die auch vor klassischer Literatur nicht kapituliert. Es darf übrigens auch deutsch gesungen werden.

Im November 2004 brachte sie einen Abend mit Liedern von Björk heraus. In einem klassischen Arrangement von Hans Kaul für Klavier/Celesta (Hans Kaul), Gitarre (Jürgen Ufer), Klarinette (Toni Säckl) und Geige (Henning Vater). In deutscher Sprache und mit eigenen Texten.

Im Juli 2006 erschien die zweite CD “Stilblüten” mit ausschliesslich deutschen Texten.

Weitere Informationen:

www.juliahansen.de

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Derzeit keine Tournee

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Rezensionen

Rezensionen: Julia Hansen in der Presse

 

Göttinger Tageblatt, 17.07.2006, von Isabel Trzeciok

Jazzstandards poetisch übersetzt


Mit “Stilblüten” hat Julia Hansen eine neue CD herausgebracht. Am Sonnabend präsentierte die Schauspielerin das Album im Deutschen Theater. Nach “Have you met Miss Hansen” ist es ihre zweite CD, auf der sie bekannte Jazzstandards mit ins Deutsche übertragenen Texten und damit in neuer Perspektive versammelt hat.

Von Julia Hansens ebenso warmen wie kraftvollem und wandlungsfähigem Gesang interpretiert, entwickelt jedes Stück seinen Charakter weiter. Die Sängerin gibt dabei dem verängstigten Mädchen in “Schatten” ebenso wie der kalkulierenden Verführerin in “Zweifellos” eine überzeugende Sprache und Stimme.

Die deutschen Texte stammen hauptsächlich von Hansens Ehemann Frank Stefan Kimmel. Dabei geht er bewusst nicht den Weg der engen Übersetzung und vermeidet damit das Risiko, eher schräge Stilblüten zu schaffen. Die Texte greifen vielmehr das in der Ursprungsfassung vorgegebene Thema und Schlagworte auf, erhalten aber eine ganz neue Farbe mit Gefühl und Sprachwitz... .

Im Konzert wie auch auf der CD kann sich Hansen auf die Unterstützung exzellenter Musiker in klassischer Trio-Formation verlassen. Christian Archontidis sorgt am Schlagzeug für den akzentuierten Rhythmus, Konstantin Wienstroer für die groovenden Basslinien. Jörg Siebenhaar bringt das Kunststück fertig, an Piano und Schifferklavier - gerne auch mal gleichzeitig - für die melodiösen Elemente zu sorgen. Die Instrumentalisten und ihre Sängerin sind optimal aufeinander eingespielt, das zeigte sich im Konzert deutlich... .

 

Göttinger Tageblatt, 27.11.2004, Von Michael Schäfer

Weit nördlich vom Mainstream

Julia Hansen singt Björk.

Julia Hansen hat ihre eigene Version von Björk-Liedern in deutscher Sprache und mit einem Arrangement, dass mit Klavier, Klarinette, Violine, Gitarre und Celesta einen ausgesprochen klassischen Ton anschlägt.

In dem 70minütigen Programm singt sie enorm engagiert, identifiziert sich sichtbar mit den Texten, die auch in der angenehm ungekünstelten Übertragung eine ganz eigene Posie besitzen.

Erfrischend, ohne dass man dies gleich als bloße Kopie verstehen würde, gelingt Julia Hansen eindrucksvoll, den ganz eigenen, eindringlichen Ton dieser Lieder zu vermitteln.

Farbig, versiert und einfühlsam zeigen sich die Mitmusiker Hans Kaul (Klavier), Toni Säckl (Klarinette), Jürgen Ufer (Gitarre) und Henning Vater (Geige) in den Arrangements von Hans Kaul.

Lang anhaltender Beifall.

 

Göttinger Tageblatt, 24.12.2003, von Christiane Böhm

Bar-Atmosphäre auf der großen Theaterbühne

“So low the sun”: Liebes- und Sehnsuchtslieder mit Julia Hansen im Deutschen Theater

Augen zu, Ohren auf: verzaubern lassen von Jazzmelodien, entführen in vergangene Zeiten, ein bißchen “schlummern, ohne einzuschlafen”. Liebes- und Sehnsuchtslieder trug GT-Schauspielerin Julia Hansen zusammen mit ihrem musikalischen Partnern Jörg Siebenhaar, Piano und Akkordeon, Konstantin Wienstroer, Bass, und Christian Archontidis, Schlagzeug, am Sonnabend vor. Interpretationen bekannter Jazz-, Swing- aber auch Rock- oder Popsongs hat Julia Hansen für ihr Programm “So low the sun” ausgewählt.

Das große Haus des Deutschen Theaters war trotz später Stunde gut gefüllt: Es scheint sich inzwischen in Göttingen herumgesprochen zu haben, daß es ein Genuß ist, der Schauspielerin und ausgebildeten  Sängerin zuzuhören.

Julia Hansen verfügt nicht nur über eine Stimme mit einer erstaunlichen Bandbreite. Sie weiß diese Stimme auch einzusetzen, um Geschichten zu erzählen, Leidenschaft, Freude, Schmerz auszudrücken. Mal schmachtet sie samtig-weich, mal fordert sie kraftvoll. Und wenn sie swingt, dann perlt es wie Champagner. Das alt-ehrwürdige Theater um sich herum vergißt der Zuhörer schnell. Die Hansen und ihre ausgezeichneten Musiker zaubern mühelos Club- und Bar-Atmosphäre herbei.

Angenehm auch, dass sie als Schauspielerin die Übergänge zwischen den einzelnen Songs nicht dem Zufall überläßt. Sorgfältig ausgearbeitet ist der Wechsel zwischen kurzen Gedichtpassagen, Ansagen und Liedern. Einziges Manko dieses Abends: eine knappe Stunde Programm plus drei Zugaben ist sehr wenig. Und das nicht nur, weil es schön war.



PR-Material

Ankündigung: Jazzprogramm “Stilbüten”

Als Ensemblemitglied des Deutschen Theater in Göttingen ist Julia Hansen in vielen Hauptrollen zu sehen gewesen. Ihre Darstellung als Evita erlangte bundesweite Aufmerksamkeit. Nun geht sie musikalisch ihren eigenen Weg. Sie tat sich mit dem aus Essener Studienzeiten befreundeten blinden Jörg Siebenhaar zusammen, einem Pianisten und Akkordeonspieler, begnadet nicht nur wegen seines wunderbaren Einfühlungsvermögens, sondern auch wegen seiner brillanten spielerischen Präzision. Zu diesem Duo gesellt sich der Weltklasse-Percussionist Rhani Krija, der schon Herbie Hancock, Chik Corea und Sting begleitete.

Mit “Stilblüten” präsentiert Julia Hansen Jazzstandards mit eigenen deutschen Texten. Durch den gekonnten inhaltlichen Umgang mit der deutschen Sprache wird ein neuer Zugang zu vermeintlich vertrauten Klassikern ermöglicht.

Der musikalische Vortrag von Julia Hansen verbiegt dabei keineswegs vermeintlich Vertrautes bis zur Unkenntlichkeit. Auch bezieht das breite Repertoire seine Legitimation nicht daraus, Bekanntes möglichst “originell” zu verpacken. Ihre Eigenständigkeit zeigt sich vielmehr in der inhaltlichen Auseinandersetzung und der damit einhergehenden Tiefe und emotionalen Anrührung, die über stimmliche Allgemeinplätze deutlich hinausgeht: Glaubhaft. Offen. Augenzwinkernd. Verletzlich. Die klangliche Umsetzung gelingt ihr geradezu spielerisch durch eine unglaublich ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme, die auch vor klassischer Literatur nicht kapituliert.

 

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